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Klaus Gruber
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Klaus Gruber2025-12-18 17:22:442025-12-19 11:09:59Bretagne – ein fotografisches ReisetagebuchBretagne – Wenn Reisefotos nach Salz, Wind und Weite riechen
Orte
Es gibt Orte, die sich nicht einfach fotografieren lassen. Die Bretagne ist so ein Ort. Man kann sie ablichten – die Klippen, das Meer, die Leuchttürme –, doch erst später, beim Betrachten der Bilder, merkt man, dass etwas Unsichtbares mit auf dem Sensor gelandet ist: der Wind, die Feuchtigkeit, das langsame Vergehen der Zeit.
Unsichtbares
Zwischenräume
Reisefotos aus der Bretagne erzählen selten von Eile. Sie handeln von Zwischenräumen, von Momenten, in denen nichts passiert und genau darin alles liegt.
Licht, das nicht gefallen will
Wer in der Bretagne fotografiert, lernt schnell Demut. Das Licht ist launisch. Wolken ziehen schneller über den Himmel, als man den Belichtungsmesser justieren kann. Eben noch strahlt die Sonne über der Côte de Granit Rose, im nächsten Augenblick legt sich ein grauer Schleier über die Landschaft.
Und genau das macht die Bretagne so fotogen. Dieses unentschlossene Licht zwingt dazu, genauer hinzusehen. Farben werden gedämpft, Kontraste weicher, Horizonte verschwimmen. Reisefotos aus der Bretagne wirken dadurch oft ruhiger, fast nachdenklich – selbst dann, wenn die Brandung laut ist.
Demut
Küsten, die Geschichten tragen
Die bretonische Küste ist kein Postkartenmotiv, das sich anbiedert. Sie wirkt kantig, manchmal abweisend. Felsen stehen da wie zufällig abgestellt, vom Atlantik seit Jahrhunderten bearbeitet. In Bildern zeigen sie keine Perfektion, sondern Charakter.
Auf Reisefotos aus der Bretagne sind Menschen oft klein. Ein Spaziergänger auf einem Küstenpfad, eine Silhouette auf den Klippen von Cap Fréhel. Die Landschaft dominiert, nicht umgekehrt. Vielleicht ist es genau das, was den Reiz ausmacht: Die Bretagne erinnert daran, dass wir Gäste sind – und zwar nur auf Zeit.
Diese Fotos sollte man immer so groß wie möglich betrachten!
Erstes Foto anklicken, dann als SLIDESHOW ablaufen lassen, swipen oder mit den Pfeiltasten navigieren.
Dörfer zwischen Gegenwart und Vergangenheit
Abseits der Küste verändern sich die Motive. Kleine Dörfer, graue Steinhäuser, moosbewachsene Dächer. Fensterläden in Blau oder Grün, die schon bessere Tage gesehen haben. In der Bretagne scheint selbst Alltägliches eine gewisse Würde zu besitzen.
Reisefotos aus diesen Orten leben von Details: eine verwitterte Tür, ein handgeschriebener Marktpreis, ein leerer Dorfplatz am Nachmittag. Es sind Bilder, die nicht laut erzählen, sondern leise andeuten. Sie lassen Raum für eigene Gedanken – und genau das bleibt hängen.
Stimmungen
Das Meer als ständiger Protagonist
Egal, wo man sich in der Bretagne aufhält: Das Meer ist nie weit. Manchmal sieht man es, manchmal hört man es nur. In Fotos ist es mal spiegelglatt, mal aufgewühlt, mal fast schwarz. Das Meer in der Bretagne ist kein Hintergrund, sondern eine Figur mit wechselnden Stimmungen.
Viele Reisefotos aus der Bretagne wirken deshalb zeitlos. Man könnte sie kaum einem bestimmten Jahr zuordnen. Vielleicht, weil sich hier wenig dem schnellen Wandel unterordnet. Das Meer kommt und geht, die Gezeiten bestimmen den Rhythmus – und die Kamera passt sich an.























